Rittergut Unwürde www.loebaufoto.de/
Schloss Unwürde, um 1860.
Das Schloss brannte im Januar 1930 ab.
(Blick in Richtung Löbauer Berg mit dem 
Gusseisernen Turm)
Kopie aus: Album der Rittergüter und Schlösser im Königreich Sachsen, Markgrafenthum Oberlausitz

Schloss/ Orangerie

Löbauer Straße

Alter Reitweg

Stall / Brennerei

Wappentafeln

Hofeweg

Wasserversorgung

Einfriedung

Kirschallee

Ansichtskarten

Das Gut wurde bereits in 14. Jahrhundert als Besitz des Heinrich von Nostitz auf Unwürde erwähnt.
Um 1401 besaßen die Brüder Otto und Hertwig von Nostitz das Gut und es blieb bis 1603 im Geschlecht derer von Nostitz.  Erst als Wenzel von Hund und Altengrotkau Margarethe von Nostitz heiratete ging der Besitz in das Geschlecht derer von Hund. 1727-1730 wurde das Schloss des Rittergutes
erneuert. 
Das Schloss mit seinen 3 Stockwerken und hohem Barockdach war eines der stattlichsten und schönsten Schlösser in der Oberlausitz, umgeben von einem breit angelegten englischen Park.
Wenzel von Hund ruht in der 
von Hundschen Gruft
auf dem Kittlitzer Friedhof.


Siegelmarken


In den Folgejahren wechselten die Besitzer: Gräfin Isabella von Salmour, Freiherr von Gablenz, Freiherr von Gutschmidt, Rittmeister von Sydow, Dr. jur. Geisberg, Rittergutsbesitzer Czapski,
Rittergutsbesitzer von Beyme.
In der Nacht vom 26. zum 27. Januar 1930 brannte das Schloss bis auf die Mauern herunter und wurde daraufhin vollständig abgetragen.
Das einstmals selbständige Rittersitz Unwürde wurde 1938 nach Kittlitz eingemeindet.
Am 1. Januar 2003 wurde Kittlitz mit seinen 15 Ortsteilen in die Große Kreisstadt Löbau eingemeindet.
Heute stehen im Rittergut Unwürde nur noch die Wirtschaftsgebäude, doch die Spuren der ehrwürdigen Vergangenheit sind überall zu entdecken - ein Besuch lohnt sich!
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Carl Gotthelf von Hund, ein bedeutender Freimaurer Deutschlands, gründete 1751 hier die 
Loge "Zu den drei Säulen". Die achteckigen Türme auf dem ehem. Schloss Unwürde, dem 
Kittlitzer Schloss
  und der Kittlitzer Kirche zeugen von ihm.
Im Jahre 1755 wurde Carl Gotthelf von Hund Landesältester der Oberlausitz. 
Ihm ist der Neubau der Kittlitzer Kirche zu verdanken, der 1775 abgeschlossen wurde.
Während des Siebenjährigen Krieges war er auf der Seite der Österreicher. Vor dem Überfall zu Hochkirch 1758 hatte Feldmarschall von Daun sein Hauptquartier bei Hund in Kittlitz und Unwürde.
Ein Obelisk in der von Hundschen Gruft auf dem Kittlitzer Friedhof würdigt den Sieg in der Schlacht
um Hochkirch, 1758.
Die Preußen versuchten Hund zu verhaften, er aber entrann allen Nachstellungen. 

Carl Gotthelf von Hund
verstarb 1776 in Meiningen und wurde in der Kilianskirche zu Mellrichstadt beigesetzt.

Info: K. H. Noack, Kittlitz

Gedanken und Anregungen entnahm ich dem
Buch von Peter Altmann - Unwürde & Laucha, Oberlausitzer Verlag, 2006